Fügeverfahren Kleben: stabil und langlebig

Wenn es darum geht, diverse Teile rasch und stabil zu verbinden, sind sogenannte Fügeverfahren im Einsatz. Neben Löten, Nieten, Schrauben und Schweißen erlangt das Fügeverfahren Kleben eine immer größere Bedeutung. Das hat gute Gründe: denn Klebeverbindungen sind stabil und langlebig.

Fügeverfahren Kleben: modern und innovativ

Traditionelle Verbindungstechniken wie z. B. Nageln, Löten, Schrauben und Schweißen haben auch Nachteile. Es entstehen Löcher durch Bohren oder Veränderungen durch thermische Einflüsse. So ist es kein Wunder, dass stoffschlüssiges Fügen in Form von modernen Klebeverfahren einen Art Siegeszug startete. Kleben ist inzwischen in allen Bereichen von Industrie und Handwerk, ja sogar bei Heimwerkern, äußerst beliebt und nahezu unverzichtbar. Warum Kleben als Fügeverfahren so erfolgreich und zuverlässig ist, hat mehrere Gründe.

Mit dem Fügeverfahren Kleben können Sie fast alle Werkstoffe mit gleichen oder anderen Stoffen verbinden. Es gibt weder Materialverletzungen (z. B. durch Bohrlöcher) noch negative thermische Materialbeeinflussungen. Mit Hilfe elastischer Klebestoffe lassen sich beispielsweise Dehnungen von einzelnen Fügeteilen bei Temperaturänderungen ausgleichen oder Schwingungen dämpfen. Sowohl für kleine wie auch große Teile oder Flächen ist Kleben als Verbindungstechnik geeignet.

Ein gewisser Nachteil vieler Klebestoffe ist unter anderem, dass sie keine Sofortfestigkeit erreichen. Da gibt es allerdings die Möglichkeit, dass z. B. sogenannte wärmehärtende Klebstoffe mit Infrarot-Strahlung sekundenschnell härten.

Welchen rasanten Fortschritt Klebetechniken erlebten, zeigt das Beispiel Briefmarken. Ursprünglich auf Kartoffelstärke basierend, musste der Briefmarkenkleber mit der Zunge befeuchtet werden. Heute gibt es selbstklebende Marken mit Haftklebstoff, die ohne Befeuchtung fest und sicher auf dem Briefumschlag fixiert sind.

Klebeverbindung automatisierte FertigungAdhäsion und Kohäsion – Zusammenspiel für zuverlässiges Kleben

Um ein hochwertiges, zuverlässiges Klebeergebnis zu erzielen, ist eine sehr gute Benetzung der Fügeteile mit dem Klebstoff wichtig. Dann ist gewährleistet, dass es funktioniert mit dem richtigen Zusammenspiel von Adhäsion und Kohäsion. Dabei baut Adhäsion eines Stoffes zur Oberfläche des anderen Stoffes Haftkräfte auf. Kohäsion ist zuständig für die innere Festigkeit, praktisch für die mechanischen Eigenschaften einer Klebung. Chemische Wechselwirkungen ergeben allgemein, im Gegensatz zu physikalischen Wechselwirkungen höhere Adhäsionskräfte. Diese Wirkungen sind durch Polymerketten von Klebstoff und Füge Teil ausgelöst. Die zu verbindenden Teile sollten also vor dem Kleben immer, zumindest grob, gereinigt sein. Außerdem ist in eine Planung vor dem Verkleben von Fügeteilen deren Material, dessen Verwendung und Belastung ein zu kalkulieren. Die gilt vor allem auch bei Einsatz der Klebetechnik in der Industrie, wie nachfolgend erläutert.

Industrie – viele Einsatzbereiche für das Fügeverfahren Kleben

Acrylkleber eignen sich gut zum Kleben von Glas, Holz oder Kunststoff auf Metall. Im Mechanik-Bereich kommen sie als Zweikomponentenpaste z. B. für Kunststoff oder Metall in Frage.
Im Bauwesen beispielsweise kommen Polyurethankleber zum Isolierpaneelen kleben gezielt zum Einsatz. Dabei ist die Geschmeidigkeit des Klebers ein Pluspunkt.

Epoxid kommt vermehrt in der Automobilindustrie, in der Elektronik sowie Luft-, Raum- und Schifffahrt als Fügeverfahren in Frage. Als Folie, Mono- oder Zweikomponentenkleber sowie Paste punktet es mit Unempfindlichkeit gegen mechanische und thermische Belastungen.

Silikon findet sich als Einkomponentenkleber zum Kleben von Glas auf diversen Materialien in den Bereichen Gebäude und Schreinerei.

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